1. Theodor-Heuss-Gymnasium
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THG

Das THG setzt ein Zeichen des Friedens

Die Nachrichtenlage überschlägt sich von Tag zu Tag. Russland zieht Truppen an der ukrainischen Grenze auf, Russland erkennt Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Luhansk an, Russland marschiert in der Ukraine ein, Kiew brennt im Raketenmeer. Den Durchblick zu behalten, ist angesichts all dieser Nachrichten von Eskalation, Gewalt und Angst schwierig geworden.  

So auch für uns am THG. Geht man in den letzten Tagen durch die Gänge in den Pausen, sitzt man in den Klassenräumen oder bestellt sich ein Brötchen in der Mensa, hört man überall jeden über dieses Thema reden. Weil es uns Nahe geht. Weil es uns auch Angst macht. Die große Unsicherheit, nicht zu wissen, was auf dem Handy stehen wird, wenn man morgens aufwacht, beunruhigt viele von uns. Wir hoffen, dass Präsident Putin seinen Verstand findet und die Angriffe ruhen lässt. Und man sieht nicht wenige von uns, die nach Lösungen, Erklärungen oder sonst irgendwas suchen, das uns Mut machen kann, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen.  

In dieses Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht mischen sich aber auch andere Bilder und Geschichten. Bilder von UkrainerInnen, die sich mit Nichts als ihrem Körper Panzern der russischen Armee in den Weg stellen. Es sind Mütter, die ihre Kinder versuchen außer Landes zu bringen und auf der anderen Seite der Grenze in Tränen ausbrechen, weil sie wissen, dass sie hier nicht vom Bombensturm in Dunkelheit gehüllt werden.  

Bei all dem Schrecken sind solche Bilder Grund, hoffnungsvoll zu sein. Und wie die Ukraine zuhause den größten Einsatz an Mut unter Beweis stellt, stellen wir fest, dass immer mehr Menschen auf der ganzen Welt – selbst in Russland – auf die Straße gehen. Sie tragen die Farben der Ukraine oder singen deren Nationalhymne. Auch bei uns in Dinslaken, in Voerde und in Hünxe hat es solche Bilder schon gegeben.  

Wir wollen auch Teil dieses großen Mosaiks werden. Jede Aktion reiht sich nämlich ein in ein großes Zeichen des Friedens, so wie wir uns heute eingereiht haben, mit allen Jahrgängen, mit der gesamten Schulgemeinde, ebenfalls in ein Zeichen des Friedens. Wir glauben, dass es wichtig ist, dass wir Stellung beziehen. Schweigen wir, werden wir den Konflikt und das Leid der Menschen in der Ukraine nicht stoppen. Nur, wenn wir sprechen, mit einer starken Stimme aus einer starken Schülerschaft und unsere Stimme sich vermischt mit denen von Millionen anderen zu einem großen Chor gegen den Krieg, werden wir den Unterschied machen können.  

Durch das Zusammenstehen auf dem roten Platz schenken wir nicht nur den Betroffenen UkrainerInnen, sondern auch einander Kraft. Wir zeigen einander, dass wir nicht allein sind. Wir sind eine große Gemeinschaft, die heute – trotz Corona – enger zusammensteht, denn je. Wer Halt in dieser schweren Zeit sucht, kann Halt im THG finden.  

Und das wird nicht das Ende unserer Bemühungen sein. Solange der Krieg andauert, werden wir Flagge zeigen, indem wir Spenden sammeln werden. Außerdem wollen wir uns mit den anderen dinslakener Schulen organisieren, um in einer großen Kundgebung zu zeigen, dass dinslakener Schülerinnen und Schüler durch den Glauben an Frieden und die Hoffnung auf Zukunft vereint sind.  

Wir danken allen, die heute so tatkräftig geholfen gehaben, um dies in der kurzen Zeit auf die Beine zu stellen. Wir danken allen, die für den Frieden auf die Straße gehen. Und wir beten für die Ukraine, dass bessere Tage kommen mögen und man in unserer Aktion die Kraft und Stärke findet, diese erleben zu können.  

Die Schülerinnen und Schüler des THGs  

SchülerInnen und LehrerInnen formen das Peace Zeichen auf dem roten Platz des Schulgeländes