Das THG

Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) in Dinslaken trägt seinen Namen in Gedenken an den ersten deutschen Bundespräsidenten, Theodor Heuss (1884-1963), der mit seinem Ausspruch „Die äußere Freiheit der Vielen lebt aus der inneren Freiheit des Einzelnen“ auch das pädagogische Selbstverständnis unserer Schule treffend zum Ausdruck bringt.

Durch Offenheit, Schülerorientierung, Leistungsbezug und Wertevermittlung als den vier Säulen unserer pädagogischen Arbeit wollen wir beiden Freiheiten als in sich versponnen Raum zur Entfaltung geben.

Offenheit zeigt sich sowohl im respektvollen Umgang miteinander als auch in der Öffnung (also der Offenheit) von Schule gegenüber außerschulischen Partnern und in zahlreichen Kooperationen. Lernen findet nicht nur in der Schule statt sondern zeigt sich auch und insbesondere in außerschulischen Lernumgebungen.

Schülerorientierung meint die Fokussierung des schulischen Handelns auf die Belange und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler. Mit zahlreichen Beratungsangeboten und -konzepten stehen wir ihnen und deren Eltern während der Schullaufbahn ebenso zur Seite wie Schülerinnen und Schüler dies selbst im Rahmen von Peer-Leadern, Streitschlichtern, Schülervertretung und dem Schülerhelferprinzip für sich gegenseitig tun.

Leistungsbezug muss für das älteste Gymnasium in Dinslaken mit der dazu gehörenden Tradition und einem klaren Bekenntnis zum humanistischen Bildungsideal Wilhelm von Humboldts eine Selbstverständlichkeit darstellen. Bei allen Veränderungen in der deutschen Bildungslandschaft und den damit einhergehenden neuen Anforderungen an Schule darf der klare Leistungsbezug nicht vernachlässigt werden. Als Gymnasium kommt uns der Bildungsauftrag zu, auf die Allgemeine Hochschulreife (das Abitur) vorzubereiten und somit junge Menschen studierfähig zu machen. Unter dieser Studierfähigkeit verstehen wir aber nicht ein rein kumuliertes (Fach-)Wissen, sondern (eher im Sinne einer „Lebensfähigkeit“) einen Mix aus fundierter Allgemeinbildung, Kompetenzerwerb im Sinne der Fachdidaktik und einer von den Kindern als nicht unangenehm erfahrenen Erziehung, die zu Toleranz und politischer Mündigkeit befähigt. Die Bedeutung dieses Anspruchs an uns selbst wird in Zeiten der Schulzeitverkürzung und des dadurch bedingten früheren Einstiegs in das berufliche Leben einmal mehr offensichtlich.

Wertevermittlung durchzieht die oben beschriebenen drei Bereiche und ermöglicht uns einen ganzheitlichen Blick auf unsere Schülerinnen und Schüler als Menschen, als Kinder, aber eben auch als Lernende. Werte vermittelt man am besten, indem man sie lebt und im täglichen Miteinander deutlich werden lässt. Wir bemühen uns täglich darum, im gemeinsamen schulischen Miteinander mit Schülern, Eltern und Lehrern allgemein anerkannte Werte wie Respekt, Anerkennung und friedlichen Umgang zur Gewohnheit werden zu lassen.

Derzeit unterrichten ca. 65 Lehrerinnen und Lehrer ca. 870 Schülerinnen und Schüler in acht Jahrgangsstufen am THG Dinslaken. Die Einrichtung einer „höheren Schule“ in Dinslaken (damals allerdings nur für „Knaben“) wurde am 27. Februar 1901 vom Rat der Stadt beschlossen. Zehn Schüler und drei Lehrkräfte begannen damals ihre Bildungsarbeit an der Voerder Straße, so dass das THG im Jahre 2012 auf 111 Jahre Bildungsarbeit zurückblicken konnte.

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