Mit dem Schüleraustausch in Israel

Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Dinslaken und der israelischen Stadt Arad. Dabei ist der Schüleraustausch zwischen dem Theodor-Heuss-Gymnasium und der ORT Highschool ein wichtiger Teil dieser Städtepartnerschaft. 21 Schülerinnen und Schüler nutzen die Gelegenheit und besuchten in einer 9-tägigen Reise die Stadt in der Negev-Wüste. Zunächst stand der Besuch von Jerusalem und Tel Aviv auf dem Programm, dann ging es nach Arad. Dazu meint Paul Grefen (14 Jahre): „Die Offenheit der Israelis und die Gastfreundschaft in den Familien waren ausschlaggebend dafür, das wir uns sehr schnell verstanden haben und zu einer großen Gemeinschaft wurden“.

Es folgten Ausflüge zusammen mit den israelischen Schülerinnen und Schülern zur Wüstenfestung Masada, der Oase En Gedi und zum Korallenriff am Roten Meer. Bei den Feierlichkeiten zum Memorial Day und Independence Day erhielten die deutschen Schülerinnen und Schüler Einblicke in die israelische Kultur und Mentalität. Bei Workshops in der ORT Highschool stellte die Schülergruppe Dinslaken vor und entwickelte gemeinsam mit den Israelis weiterführende Ideen für die Städtepartnerschaft. Diese wurden zum Abschluss der Woche Nisan Ben-Hamo, dem Bürgermeister Arads, präsentiert.

„Der Blick in die Wüste und die Stille waren faszinierend. Fast wie in einem Traum“ resümiert Thea Vahnenbruck (14), die sich auf Empfehlung ihres älteren Bruders für den Austausch gemeldet hatte. „Vom eskalierenden Gaza-Konflikt haben wir in Israel nur aus den Medien erfahren. Wir hatten zwar anfangs ein mulmiges Gefühl, haben uns aber immer sicher gefühlt. Dass es in jedem Haus einen Bunkerraum gibt und die Israelis sehr stolz auf ihre Armee sind ist angesichts dieser Sicherheitslage nachvollziehbar aber befremdlich. Dadurch habe ich den Frieden in Europa ganz neu zu schätzen gelernt“ hält Paula Rauenschwender (16) fest.

„Gerade angesichts des wachsenden Antisemitismus und Nationalismus in Deutschland ist diese Begegnung junger Menschen ein wichtiges Projekt um Vorurteile abzubauen und interkulturelle Kompetenzen zu fördern“, so Benedikt Roth, Leiter der Israel-AG, welche den Austausch vorbereitet und durchführt. Der Abschied war tränenreich, waren doch in der kurzen Zeit viele neue Freundschaften entstanden. Doch ein Wiedersehen wird nicht lange auf sich warten lassen: Im Herbst erfolgt der nächste Besuch der Israelis in Dinslaken. Schülerinnen und Schüler ab der Stufe 9 können sich für den Austausch bewerben.

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